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„Dry January“-keinen Alkohol, keinen Zucker, keine einfachen Kohlenhydrate

Die Feiertage sind vorüber, zumindest die, an denen wir uns die Bäuche mit „viel zu üppigen“ und fettreichen Mahlzeiten überfüllt haben. Außerdem standen im letzten Monat (oder gefühlt seit Ende September) überall diese Süßigkeitenteller rum, die schwer zu ignorieren waren. Und es gab zu allem (oder auch ohne alles) Wein, Schnaps, Bier, Longdrinks- heiß, bei Zimmertemperatur oder gekühlt. Wir haben alles mitgenommen.

Obwohl ich mit nichts von alledem übertrieben habe, merke ich heute die Auswirkungen- Blähungen, schlechterer Schlaf, Gelüste auf Süßes.. außerdem ist meine Stimmung nicht die allerbeste, der Kopf fühlt sich nicht klar an, es fehlt ein wenig Orientierung.

Mein Körper hat einen Monat Schwerstarbeit geleistet, entgiftet, was das Zeug hält, irgendwie diese riesigen schwerverdaulichen Essensmengen verarbeitet. Und braucht nun eine Pause. Er muss regenerieren. Einen Monat „Urlaub“ zum ausruhen. Wäre doch toll!

Das geht auch und ich kann es nur jedem empfehlen. Es tut so gut, wenn man nach einiger Zeit merkt, wie man wieder besser schläft, tiefer und erholsamer. Der Kopf wird wieder klar, es macht richtig „Spaß“, zu denken und es fällt leichter, gute Entscheidungen zu treffen. Das Leben an sich macht wieder mehr Spaß, fühlt sich leichter an.

Nun kann es am Anfang etwas „überwältigend“ sein, sich vorzunehmen, einen ganzen Monat auf alles zu „verzichten“. Vielleicht „hält“ man es ein paar Tage durch, doch dann liegt da der leckere selbstgebackene Keks, bietet die Freundin das Glas Wein zum Essen an und innerhalb eines Augenblicks haben wir „Ja, danke, gerne!“ gesagt und spüren eine kleine Erleichterung gefolgt von Schuldgefühlen, einem schlechten Gewissen und einer negativen Selbstgesprächschleife. Was dann dazu führt, dass jetzt eh „alles zu spät“ ist und man auch ganz aufgeben kann. Schon ist der zweite Keks im Mund.

Was mir bisher immer geholfen hat, wenn ich, gerade in den ersten Tagen, Gelüste auf Süßes, vor allem Brot (!) oder etwas viel zu Deftiges habe (was vollkommen normal und kein Zeichen fehlender Disziplin ist!), halte ich mich an die anonymen Alkoholiker:

Weiter muss ich garnicht denken oder handeln. Und wenn das Verlangen sehr groß ist: Nur die nächste Stunde, die nächsten 30 Minuten..Wenn man sich ca. 20 Minuten mit etwas andrem beschäftigt hat, ist das Verlangen in den meisten Fällen eh vergessen. Probier‘s aus. Nur heute. Das reicht. Und morgen, wenn ich aufwache, werde ich so dankbar sein, dass ich mich nur auf „gestern“ konzentriert habe und mich gut fühle.

..Ach ja, hier noch etwas Wichtiges: Wenn ich einmal „schwach“ geworden bin, dann ist das echt ok! Das heißt ja nicht, dass ich meinem Körper bis jetzt nicht etwas Gutes getan hätte und ihm nicht weiterhin etwas Gutes tun würde. Ich denke einfach nicht zu viel darüber nach und mache weiter. Alles gut.

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