Noch ein Artikel über Vorsätze für‘s neue Jahr..

Es ist wohl nicht nötig, den 1000. Artikel über gute Vorsätze für‘s neue Jahr zu schreiben ( und das Jahresabo im Fitnessstudio zu nennen, welches sich spätestens ab März vom Mitgliedsbeitrag zur reinen Gym-Spende verwandelt hat )..

Tatsächlich ist das regelmäßige Training seit fast einem Jahr zum festen Bestandteil meines Alltags geworden, eigentlich wie Zähne putzten – ich denke nicht mehr darüber nach. Weil ich mich nicht wohl fühle, wenn ich mich nicht bewegt habe. Als hätte ich meine Zähne nicht geputzt.

Seit fast einem Jahr deshalb, weil dies kein guter Vorsatz zum neuen Jahr war. Genau genommen war es 20 Tage nach Neujahr. Aus einem Gefühl von Unwohlsein und Unzufriedenheit. Nicht nur körperlich, eher mental.

Wie es zur Gewohnheit wurde? Eigentlich bin ich nur den ersten Schritt gegangen. Ich bin in‘s Studio gefahren und habe mich angemeldet.

Und dann bin ich jeden Tag hingefahren. Nicht, um ein 1,5 stündiges hartes Training durchzuführen, sondern um mich daran zu gewöhnen, da zu sein. Und wenn es nur 5 Minuten langsames Gehen auf dem Laufband gewesen wären- ich war da.

Wir gewöhnen uns an alles. Ob es gut oder schlecht für uns ist, ob wir es gerne tun oder nicht, ob es anstrengender ist, es zu tun oder nicht zu tun (wäre es nicht weniger anstrengend, sich nicht die Zähne zu putzen?).

Der Ansatz ist also, sich in Ruhe zu überlegen: Was möchte ich wirklich? Und was würde mir wirklich gut tun? Und genau das dann regelmäßig zu tun. Nicht perfekt, kein „Alles oder Nichts“, – einfach da sein.

Und wenn es mal nicht klappt, dann halt wieder am nächsten Tag. Lass‘ es nicht mehr als zwei Tage schleifen.

Fällt es mir heute leicht, mich „aufzuraffen“ und zum Training zu fahren? Naja, irgendwie ist es kein „aufraffen“ mehr. Eigentlich denke ich garnicht groß darüber nach- ich weiß, dass ich mich unwohl und ausgeglichen fühle, wenn ich nicht fahre. Ich ziehe mich um und gehe. Punkt.

Gibt es etwas, was Du ändern möchtest? „Besser“ essen, mehr bewegen, eine neue Sprache lernen? Tu etwas jeden Tag- es muss nichts weltbewegendes sein- 10 Minuten italienisch lernen. Fertig. Gewöhne Dich nur daran, Dich 1 Mal am Tag hinzusetzten, das Buch aufzuschlagen und ein Wort zu lernen. Gehe 1 Mal am Tag 5 Minuten spazieren. Reicht. Nach einer Zeit wird Dein Körper danach verlangen.

In einem Jahr wirst Du mindestens 365 Wörter italienisch können. Oder 365 Kilometer gegangen sein..

An Tagen, wo es schwerfällt ( ich habe viele davon)- denke daran, wer Du sein möchtest und was diese Person tun würde. Und schon sind die Sportklamotten angezogen.

Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen Weg. Und denke daran: Egal, was und wie viel Du tust- Du wirst einen Schritt weiter sein als gestern. Das ist doch wunderbar.

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